18./19.05. und 15./16.06.2019 Weiterstadt/Studienprogramm Herzsutra 1.+ 2.

Thema: 18./19.05.+15./16.06.2019 –  Wochenende: Das Herz-Sutra – Sutra von der Essenz der Vollkommenheit der Weisheit [Arya- bhagavati- prajna-paramita-hridaya]
Unterweisung von Ven. Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime)

Zu unserer großen Freude unterrichtete Dr. Birgit Schweiberer in den beiden Wochenenden im Mai und Juni das Sutra der höchsten Weisheit: das Herz-Sutra [Prajnaparamita]. Dieses Sutra ist das kürzeste innerhalb des umfangreichen
und bedeutenden Mahaprajnaparamita-Hridya-Sutra und gehört zu den wichtigsten Texten im Mahayana Buddhismus.

Es ist ein überaus bekanntes und beliebtes Mahayana Sutra und ebenso eines
der komprimiertesten Versionen der gesamten Prajnaparamita Sutren, welches
die Essenz über die Vollkommenheit der Weisheit beinhalten.

Es wird auch als „die Mutter aller Buddhas“ bezeichnet, weil es die Weisheit
vermittelt, die die Leerheit erkennt und den Pfad der Leerheit, die endgültigen
Natur der Wirklichkeit, enthüllt. Alle wesentlichen Punkte sind darin enthalten!
Das Sutra wird verglichen mit dem Herz eines Lebewesens, dem Ursprung der embryonalen Entwicklung, von dem alles Werden ausgeht. Gleichzeitig ist es auch
die Stelle, indem sich im Tode die Winde wieder zurückziehen, auflösen und das Bewusstsein von dort in die nächste Existenz geht. 

Dr. Birgit Schweiberer begann ausführlich mit den geschichtlichen Begründungen, erläuterte präzise und transparent die umfassende Bedeutung u.a. der beiden Hauptaspekte: 1.die allgemeine Bedeutung, 2.Bedeutung der Teile des Sutra, dem allgemeinen und besonderen Prolog und ferner die Pfade der Ansammlung und der Vorbereitung, die fünf Aggregate und 12 Sinnesquellen, das Objekt der Verneinung,
die vier Tiefgründigkeiten, die 2.5. und 7fachen Begründungen, das Abhängige Entstehen, Ursache und Wirkung, die Zwei Wahrheiten und Vier Anwendungen,
die Vier Edlen Wahrheiten und 12 Glieder des abhängigen Entstehens, den Vajragleichen Samadhi. Erklärungen zum Mantra/ Praxis der Vollkommenheit
der Weisheit und die Fünf Pfade.

Dr. Birgit Schweiberer: „Das Herzsutra vermag im eigenen Geist Hindernisse zu beseitigen. Das Haupthindernis ist die Vorstellung von inhärenter Existenz und alle anderen sind sekundär und kommen von dieser falschen Vorstellung.
Das Sutra kann praktiziert werden, indem es gelesen und darüber meditiert wird.
Ebenfalls könnt ihr das Mantra auch ohne Sutra regelmäßig rezitieren, z.B. vor wichtigen Unternehmungen und Reisen, zugleich wird es vor bedeutenden
Teachings traditionell gelesen, um Hindernisse zu bereinigen und auch in der japanischen Tradition als Heilpraxis angewendet. Das Mantra hat eine große Kraft
und ich lege es euch dringend ans Herz!“ 

zur Bildergalerie >>


09.-15. März 2019. Meditations-Retreat im Kamalashila-Institut (Eifel) Thema: „Leerheit und weiße Tara.“ Seminarleitung: Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer

Unter der Leitung unser geschätzten Lehrerin Dr. Birgit Schweiberer fanden wir uns wieder zusammen im segensreichen Feld des Kamalashila-Klosters in der Eifel.

Im diesjährigen Retreat war das Thema die Vertiefung der „Vollkommenheit der Weisheit – Leerheit“ in Verbindung mit der Praxis der weißen Tara, die ein langes Leben und Weisheit verleiht und uns von den verschiedenen Arten von Leiden und Ängsten befreit. Im Mahayana gilt es die Weisheit zum Nutzen aller Lebewesen zu verwirklichen, viel Mitgefühl zu praktizieren und Verdienste  anzusammeln. Diese Motivation sollte in den kommenden Tagen ganz besonders betont werden.

Der Tag begann mit Rezitationen und dem Hervorbringen von Bodhicitta im eigenen Geist und Niederwerfungen vor den 35 Bekenntnis-Buddhas. Diese kraftvolle Praxis bereinigt viele Hindernisse und kann den Geist sehr anheben, so dass er in eine tiefe Freude kommt.  
Die Praxis der weißen Tara [Darbringung der vier Mandalas an Chittamani] gemeinsam mit der Chenrezig Puja führen zu einer großen, innere Klarheit und freudigen Inspiration und bildeten eine vortreffliche Ergänzung zu den analytischen Meditationen über Leerheit.

Eingebettet in die wunderbaren, farbenfrohen und tiefgründigen Pujas folgten Kontemplationen über Buddhanatur, Bodhicitta und Daseinsbereiche, weiterhin Meditationen u.a. über die Leerheit des Körpers, des Geistes, der Phänomene und der Person (Identität und Differenz – zweiteilige Begründung), siebenteilige Begründung/ Beweislegung [Arya Chandrakirti] und die Diamantsplitter-Begründung [Acharya Nagarjuna]: „NICHTS entsteht irgendwann oder irgendwie aus sich selbst, NICHTS aus etwas anderem, aus beiden oder ohne Ursache.

Dieser  wichtige Gedankengang wird bei Chandrakirti an Hand einem Beispiels von Samen und Sprössling erklärt und lässt sich übertragen auf den eigenen Geist und Körper, die eigene Person und eigene Erfahrungen.
Dies gibt außerordentlich wichtige Aufschlüsse über die Art und Weise, wie Dinge existieren: nicht endgültig und absolut, sondern nur als relative, konventionelle Phänomene; eine ihnen innewohnende, „inhärente” Existenz wird folglich negiert.

So verweilten wir in den heilsamen Räumen des Kamalashila Klosters, in denen wir freundschaftlich aufgenommen und herzlich versorgt wurden und uns wieder sehr wohl gefühlt haben. Viele reichlich geschmückte Opferschalen, Blumen und zahlreiche große und kleine Tsa Tsa der weißen Tara waren aufgestellt. Die Elemente in uns und im Raum waren voller Energie und es schien, als  würde sich diese Kraft in der Umgebung widerspiegeln; Wind, Wolken, Sonne, Regen und Schnee wechselten kraftvoll ihre Dynamik.

Ein weiteres, aufschlussreiches und bedeutsames Retreat endete und wir wurden zu unserer großen Freude mit den wunderschönen Tsa Tsa der weißen Tara beschenkt, die unser Dharma Bruder Thomas liebevoll angefertigt hatte. Die heilsame Tara Energie widmeten wir S.H. dem Dalai Lama und S.H. dem Karmapa, ihre nutzbringenden Aktivitäten und ihr Wirken geben vielen Lebewesen Halt und Richtung.

Wir danken unserer lieben, verehrten Lehrerin Dr. Birgit Schweiberer für ihre Geduld und ihr starkes Einfühlungsvermögen, die klaren Anleitungen und die präzisen Unterweisungen, mit der sie uns jedes Mal freudig durch die umfangreichen Meditationen und Belehrungen führte.

Vor allem auch ein herzliches Dankeschön, liebe Chöla Birgit, für deine Zeit und Mühe und die langen Wege, die du niemals scheust und immer auf dich nimmst, um uns den Dharma zu unterrichten und zu vertiefen….immer weiter, direkt hinein in unser Herz!




zur Bildergalerie>>


09. + 10.02.2019. Weiterstadt / Studienprogramm Lamrim ~ Weisheit entwickeln – Der Mittlere Weg (Madhyamaka) Teil 5

Thema des 6. Lamrim Wochenendes über die Vollkommenheit der Weisheit:
„Die beiden Wahrheiten bzw. Wirklichkeiten“ (Guy Newland, “The Two Truths”).

Unterweisung von Ven. Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime)

Im ersten Wochenende des neuen Jahres ging es weiter mit dem komplexen Thema der „beiden Wahrheiten bzw. Wirklichkeiten“: 5. Definitionen der beiden Wahrheiten, 6. Bedeutungen, 7. Einteilungen der konventionellen Realität.

Dr. Birgit Schweiberer gab vollständige und präzise Erklärungen zu den weiteren Themen der „beiden Wahrheiten“: konventionelle und letztendliche Realität, gültige Erkenntnisse, (pratyaksa/anumana), Bewusstseinsarten eines Buddhas, dualistisches Bewusstsein, direkte Erkenntnis der Leerheit, Wahrheiten für ein getäuschtes Bewusstsein und „Falschheiten“, fehlerfreie und fehlerhafte Sinneskräfte, tiefe und oberflächliche Ursachen für Irrtum sowie Kriterien für konventionell Existierendes.

Was genau ist die Weisheit, die wir erlangen wollen? Sie muss DAS Gegenstück sein zu der Unwissenheit, die die Wurzel des Daseinskreislaufs ist. Die Weisheit, die die Leerheit erkennt, ist ein Subjekt und sie hat ein Objekt, nämlich die Leerheit. Subjekt und Objekt bedingen sich gegenseitig.

Ein Objekt, das der Unwissenheit erscheint, erscheint so, als wäre es für sich ein feststehendes „Ding“, ein durchgehendes Ganzes, das nicht auf Aspekten und Teilen beruht, ein relativ stabiles Objekt, abgeschnitten von seinen Ursachen und auch während es besteht, nicht weiter beeinflusst von Ursachen und getrennt vom eigenen Bewusstsein. Es erscheint dem Bewusstsein als inhärent! Das heißt, das Subjekt Unwissenheit nimmt Dinge als inhärent existent wahr.

Wenn wir ein Subjekt hervorbringen, das die Weisheit, sprich, Leerheit erkennt, dann hat diese Weisheit ein genau entgegengesetztes Objekt, nämlich nicht inhärente Existenz, sondern das Fehlen von inhärenter Existenz und nicht das Vorhanden-Sein von einem unabhängigen Phänomen, sondern das NICHT Vorhandensein eines unabhängigen Phänomens. Die Unwissenheit ist die Wurzel des Daseinskreislaufs, die an unabhängigen objektiven Dingen festhält. Sie erzeugt Anhaftung und Abneigung und damit eine ständige Initiative, verblendete Handlungen hervorzubringen. Daraus entstehen Geisteseindrücke, die als Ursachen wirken für Geburten im Daseinskreislauf, mit fünf befleckten Aggregaten, unter der Kontrolle von Alter, Krankheit und Tod. 

Die „beiden Wahrheiten“ fehlerfrei zu erkennen ist der entscheidendste Aspekt der Weisheit. Denn die Weisheit, die die Leerheit erkennt, löst alle unsere Täuschungen auf, dadurch kommen verblendete Handlungen nicht mehr zustande und der Daseinskreislauf versiegt.

Zur Galerie >>


03.+ 04.11.2018. Weiterstadt/ Studienprogramm Lamrim/Weisheit entwickeln-Der Mittlere Weg (Madhyamaka) Teil 4

Thema des 5. Lamrim Wochenendes über die Vollkommenheit der Weisheit:
„Die beiden Wahrheiten bzw. Wirklichkeiten“ (Guy Newland, “The Two Truths”).
Unterweisung von Ven. Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime)

Am letzten Lamrim Wochenende diesen Jahres unterrichtete unsere verehrte
Lehrerin Dr. Birgit Schweiberer anhand von Versen die zwei Wahrheiten:
konventionelle Wirklichkeit/Realität (Saṃvṛtti) und letztendliche Wirklichkeit /Realität (Parāmārtha). Die Gliederung dazu war: Grundlage der Unterteilung, die beiden Wahrheiten sind eine Dichotomie, Beziehung der beiden untereinander, Definitionen, Bedeutungen, Einteilungen der konventionellen Realität, die weltliche Perspektive, Einteilungen der letztendlichen Realität.

Saṃvṛtti steht für verschiedene Bedeutungen: Das, was gründlich (tief) verdeckt (täuscht), also etwas, das den wahren Sachverhalt verbirgt: es ist eine Wahrheit
für ein grundlegendes, getäuschtes bzw. verschleiertes Bewusstsein.
Es ist nicht ein nicht-existentes Phänomen, sondern ein abhängiges Phänomen!
Das getäuschte Bewusstsein aber hält diesen Fakt jetzt für vollkommen wahr und
die Erscheinungsweise und die Bestehensweise für vollkommen im Einklang und
das bedeutet: Wahrheit für ein getäuschtes Bewusstsein!

Parāmārtha, die letztendliche Wahrheit/Wirklichkeit sagt aus, dass kein Phänomen unter der Analyse gefunden werden kann. Am Ende findet man immer die Leerheit!
Sie ist die Eigenschaft und die wahre Natur eines jeden Phänomens und wird nur
von einem Bewusstsein, das frei von allen dualistischen Täuschungen ist, erfahren.

Die Zwei Wahrheiten sind ein sehr tiefgründiges und umfangreiches Thema.
Probleme entstehen daraus, dass wir die endgültige, letztendliche Wahrheit
nicht realisieren. Die Unwissenheit des Festhaltens am Selbst ist der Ursprung
aller unsere Hindernisse und der einzige Weg sie zu beseitigen ist, die Leerheit
der Phänomene zu realisieren.

Dr. Birgit Schweiberer führte uns Schritt für Schritt in einer ausführlichen und
komplexen Meditation durch die Methode, die die Leerheit nachweist, „die siebenfache Beweisführung“. Am Abend rezitierten wir gemeinsamen die Praxis der grünen Tara. Tara verkörpert das aktive Mitgefühl aller Buddhas und ist die wahre Natur unserer eigenen inneren Weisheit. Die Rezitation ihres kraftvollen Mantra beschützt vor allen Hindernissen.

Wir [Schüler] schätzen uns sehr glücklich ein weiteres, bedeutsames Jahr der
kostbaren Dharma Unterweisungen von unserer verehren Lehrerin erhalten zu
haben und sind erfüllt von großer Dankbarkeit für die anregenden und profunden
Belehrungen, die Sie stets mit Ausdauer, Herzlichkeit und viel Geduld ausübt.

Zur Galerie>>

Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime) im Panchen Losang Chogyen Gelug-Zentrum

Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime) führt ab November folgende Lehrgänge im Panchen Losang Chogyen Gelug-Zentrum  in Wien durch:
(bitte für weitere Informationen auf den jeweiligen Programmpunkt klicken)

 

Einladung zum Rezitationswochenende “Sutra Vom Goldenen Licht” am 01.12. – 02.12.2018 im Rigpa-Zentrum Fürth

Liebe Dharmaschwestern und Dharmabrüder, liebe Sangha,

es ist bereits Tradition, dass wir einmal im Jahr, als Gäste im Rigpa-Zentrum in Fürth,
gemeinsam das Suvarnabhasa rezitieren, und zum besseren und tieferen Verständnis erläutert
unsere ehrwürdige Chöla Dr. Birgit Schweiberer (www.birgitschweiberer.eu) dieses kostbare, 
vom Buddha selbst als “König der Sutras” bezeichnete “Sutra Vom Goldenen Licht”.

Der von uns allen hochverehrte Lama Zopa schrieb in der Einleitung der von Birgit Schweiberer übersetzten und editierten Ausgabe: 
… Es bringt grenzenlosen Segen für die Welt und den Weltfrieden und für jeden, der auch nur einen Teil dieses Textes liest – den ganzen Himmelsraum voll Segen!
… Dieser Text ist außerordentlich kostbar. Er bringt Frieden und Glück. Er bringt unermesslichen Schutz für ein Land, da er große Kraft hat, Gewalt und dergleichen zu verhindern.

In diesen stürmischen Zeiten möchten wir gerne wieder gemeinsam diese Botschaft für Wohlergehen und Frieden in die Welt hinaustragen!
Was können wir Besseres tun, auch für unseren eigenen spirituellen Fortschritt zum Wohle aller Lebewesen, als gemeinsam das Sutra zu rezitieren: 

Wer [seine Taten] mit diesem Bekenntnis läutert, dem vortrefflichen, guten Suvarnabhàsa, das Hindernisse aufgrund von Karma
rasch vollkommen beseitigt, der wird auf den zehn Stufen stehen, den zehn erhabenen Quellen von Juwelen, er wird erstrahlen in den Qualitäten eines Buddha,
er wird Wesen aus dem Meer der Existenz befreien. Und er wird die Fluten des Buddha-Meeres, das tiefe Meer der Tugenden
mit unvorstellbaren Buddha-Qualitäten in Allwissenheit vollenden.

 

Örtlichkeit: Rigpa-Zentrum in 90763 Fürth, Turnstr. 7 (Nähe Bahnhof)

Zeitlicher Ablauf: 
Samstag,  01.12. : 10:00 – 13:00 Uhr
                            15:30 – 18:00 Uhr
                          
Sonntag,  02.12. : 10:00 – 12:00 Uhr
                            13:00 – 15:00 Uhr

Am Samstag ab etwa 13:15 Uhr werden wir wieder gemeinsam in einem nahe gelegenen Restaurant miteinander essen gehen.
Das Mittagessen ist nicht im Kostenbeitrag inbegriffen, also bitte dort selbst zahlen.
Wegen der Tischbestellung bitte um Rückmeldung, ob Ihr dabei seid.
Am Sonntag werden wir in der Mittagspause 12-13 Uhr ein kleines Mittagessen im Zentrum selbst vorbereiten.

Unsere Hotelempfehlungen sind:

– Pension Central & Apartments, Katharinenstr. 3, 90763 Fürth, Tel. 0911-13005518
– Altstadthotel, Blumenstr. 41, 90763 Fürth, Tel. 0911-3683000, www.altstadthotel-fuerth.com (ab € 51,–)
– Hotel Primavera parco, Waldstr. 44, 90763 Fürth, Tel. 0911-810030, www.parco.hotel-primavera.de (ab € 62,–, etwas weiter weg, aber ruhig und schön)
– Pension Sebo, Waldstr. 98, 90763 Fürth, Tel. 0911-7236996, www.pension-sebo.de (ab € 35,–, etwas weiter weg, gesunder Fußmarsch in die Turnstr. 7)
– Franken Motel, Waldstr. 38, 90763 Fürth, über Booking.com ( ab € 52,– )

Alternativ kann man auch günstige Privatzimmer buchen unter www.airbnb.de.

Wegen der anfallenden Kosten bitten wir Euch, bis spätestens zum 10.11.2018 den Kostenbeitrag von € 60,– pro Teilnehmer auf folgendes Konto zu überweisen:

Kontoinhaber Bernhard Heinrich, IBAN DE19500105175403329466, ING-DiBa. Zweck: Sutra vom Goldenen Licht

Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre möchten wir die TEILNEHMERZAHL wieder auf max. 30 Personen beschränken.
Also bitte gleich anmelden. Eure Anmeldung wird erst durch die Überweisung des Kostenbeitrages verbindlich gültig.
 

Solltet Ihr bereits eine Ausgabe des Sutra vom Goldenen Licht in der von Birgit herausgegebenen Form haben, 
bitte per Mail, ebenfalls bis zum 30.10., melden und Euer Exemplar natürlich auch zum Sutra-Wochenende mitbringen.

Wenn Ihr Freunde habt oder Menschen kennt, die noch teilnehmen wollen, dürft Ihr sie gerne darin bestärken – schon im Vorfeld würdet Ihr damit große Verdienste erwerben!

WIR BITTEN EUCH HERZLICH, DIESE EINLADUNG ÜBER EURE VERTEILER AN ALLE POTENTIELL INTERESSIERTEN WEITERZULEITEN: ANMELDUNG BITTE AN MICH!

Mit herzlichen Grüßen

-im Namen des ganzen Organisationsteams –

Bernhard Heinrich

bernhard.heinrich@email.de

Tel.: 09192-958936
Mobil: 0172-8656700

15. u. 16.09.2018 – Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ Weisheit entwickeln – Der Mittlere Weg (Madhyamaka) Teil 3

Thema des 3. Lamrim Wochenendes über die Vollkommenheit der Weisheit 2018:  Methoden, die die Leerheit nachweisen – Die siebenfache Beweisführung

Unterweisung von Ven. Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime)
An diesem sonnigen Spätsommerwochenende ging es um die siebenteilige Begründung, die Teil der Methode ist, um die Leerheit (Abwesenheit) von unabhängiger Bestehensweise aufzudecken.

Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime) fasste als Einstieg das Thema des letzten Wochenendes nochmals kurz zusammen: Wir nehmen unsere Umgebung als objektiv wahr, müssen allerdings bei genauerer Analyse erkennen, dass die Welt nur so erscheint. Somit ist Unwissenheit die Erscheinung, die an inhärente Existenz glaubt und bereitet damit als Wurzel falscher Ansichten vielfältige Probleme.

Um diese Probleme zu vermeiden, benötigen wir Weisheit, denn die Weisheit bietet uns Gegenmittel zu falschen Ansichten. Und um zur Weisheit zu gelangen, brauchen wir eine Methode, um die Leerheit von inhärenter Existenz nachzuweisen. Damit können wir unseren Geist schulen, das Wahrgenommene nicht als unabhängig existent aufzunehmen.

Unter den Begründungen, durch welche die Leerheit von inhärenter Existenz erwiesen wird, ist die siebenteilige Begründung die ausführlichste Methode. Sie ist eine der Methoden, die die Aspekte von Identität und Differenz bezüglich Phänomenen, aber besonders auch im Hinblick auf Personen untersucht.

Als Gegenstand der Untersuchung wurden ein Wagen oder auch eine Person herangezogen, die das beobachtete Objekt darstellen. Daraus ergab sich das Objekt der Verneinung, nämlich die unabhängige Existenz eines Wagens oder einer Person – das Bezugsobjekt der verkehrten Vorstellung.

Mit einer Fülle an Beispielen und gedanklichen Bildern brachte uns unsere geschätzte Lehrerin die sieben Begründungsmöglichkeiten nahe, durch die widerlegt werden kann, dass Phänomene und Personen unabhängig existieren. Z.B. ist der Wagen nicht mit seinen Teilen identisch, sondern erhält seine Funktion in Abhängigkeit von den Teilen. Ebenso ist eine Person nicht mit ihren Organen und übrigen Bestandteilen identisch, sondern funktioniert in Abhängigkeit von ihnen.

Durch die Analyse erkennen wir also, dass die Identifikation eines Phänomens oder einer Person bloß zugeschrieben ist auf all ihren Aspekten. Diese Erkenntnis bedeutet nicht, dass eine Person etwa gar nicht existiert, sondern sie existiert abhängig von Ursachen, Grundlagen/Teilen und Zuschreibung. Sie existiert anders als sie erscheint, nicht wahrhaft, wie eine Illusion.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass durch den Nachweis der Leerheit von unabhängiger Existenz Weisheit entsteht und Weisheit das Gegenmittel zu Verblendungen darstellt. Dieses Gegenmittel wiederum benötigen wir, um Hindernisse zu überwinden.

So endete ein intensives Wochenende, in dem unser logisches Denken aufgrund der Analysemethoden durchaus herausgefordert, aber von unserer wunderbaren Lehrerin mit einem Höchstmaß an Geduld und Humor wirkungsvoll präsentiert wurde. Auf diese Weise eröffnete sich uns erneut die Möglichkeit ein bisschen mehr Weisheit zu entwickeln.

30.06.+01.07.2018.Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ Weisheit entwickeln – Der Mittlere Weg (Madhyamaka) Teil 2

Thema des 2. Lamrim Wochenendes über die Vollkommenheit der Weisheit 2018:
“Alle Dinge haben zwei Seiten – konventionelle und endgültige Realität”
Unterweisung von Ven. Dr. Birgit Schweiberer (Getsulma Losang Drime)

In unserem letzten Wochenende vor der Sommerpause ging es weiter mit der „Vollkommenheit der Weisheit“.
Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime) sprach zu Beginn eindringlich über
den Geistesfaktor Unwissenheit, der im geistigen Bewusstsein vorhanden ist und
den es zu überwinden gilt. Dieser Geistesfaktor Unwissenheit ist nicht ein bloßes
NICHT-Wissen, sondern ein AKTIVES – Fehlwissen: Demnach findet nicht nur
ein Nichtwissen über die Realität, sondern ein hin projizieren auf die Realität statt.
Diese Unwissenheit beeinflusst unser Bewusstsein in Bezug auf Phänomene
insofern, dass es auf jedes einzelne Phänomen Eigenexistenz,sprich inhärente Existenz, zuschreibt.

Das ist die Natur der Unwissenheit! Die Funktion der Unwissenheit ist das, was
uns die eigentlichen Probleme bereitet! Sie ist die Wurzel des Daseinskreislaufs.
In diesem Zusammenhang gab Chöla Birgit erneut bedeutsame Erklärungen
zu den „Zwölf Gliedern des Abhängigen Entstehens“; denn durch die Wurzel
allen Leidens (Unwissenheit), gehen Taten hervor und die bringen somit alle Manifestationen des Daseinskreislaufs hervor. Eleminieren wir die Wurzel von Samsara, endet der Daseinskreislauf.

Weiterhin folgten ausführliche Erklärungen zur Leerheit der Person an Hand
den Texten von Chandrakirti (7. Jahrhundert) aus dem zweiten Teil des
Madhyamakavatara, (tib.: dbu ma la ‘jug pa; „Eintritt in den Mittleren Weg“).
Hier heißt es, dass die Wurzel aller Probleme eine falsche Vorstellung von
inhärenter Existenz (vor allem) der Person ICH ist.

„Nachdem er erkannt hat,
dass alle Verblendungen und Fehler
aus der Ansicht der vergänglichen Ansammlung entstehen,
und dass deren Objekt das/ein Selbst ist,
widerlegt ein Yogi ein Selbst mit (analytischem) Verstand.“ [6.120]

Die „Ansicht der vergänglichen Ansammlung“ ist eine Unwissenheit, die sich auf
die Person ICH (und MEIN) bezieht und beinhaltet immer eine falsche Vorstellung
von inhärenter Existenz. Allen fühlenden Wesen ist das angeborene Festhalten
am Selbst gemeinsam; das ist die Wurzel von Samsara, aller Fehler und allen
Leidens und der Ursprung aller Verblendungen.

Mit Hilfe einer hervorragenden Präsentation wurden an Hand von Versen, Bildern
und Aufteilungen erneut tiefgehende Begründungen zum Nachweis der Leerheit
von inhärenter Existenz sehr eindrücklich und effizient beleuchtet.

So endete bei sommerlichen Temperaturen ein weiteres unvergessliches und wunderbares Wochenende mit unserer geschätzten Lehrerin, die mit großer
Geduld und Humor die vielen Begründungen der Leerheit immer wieder neu
erklärt und uns jedes Mal ein Stückchen näher bringt.

Zur Fotogalerie >>

21.+22. April 2018. Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim Weisheit entwickeln – Der Mittlere Weg (Madhyamaka)

Das Thema des 2. Lamrim Wochenendes 2018: 1. Sein oder Nicht-Sein ? – Einführung in die Leerheit aller Phänomene
Unterweisung von Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

An diesem und auch den folgenden Wochenenden wird unsere verehrte Lehrerin
Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime) die „Vollkommenheit der Weisheit“ darlegen. Ohne die Weisheit führen die anderen Disziplinen (der Vollkommenheiten) nicht
zur Buddhaschaft.

Diesmal wählte Chöla Birgit den maßgeblichen Text aus dem „mittleren Stufenweg“
von Lama Tsongkhapa (Lobsang Dragpa *1357 in Tsongkha; †1419), einstimmend weitere Texte von Chandrakirti (7. Jahrhundert) aus dem Mulamadhyamakakarika
und Madhyamakavatara, sowie von Nāgārjuna (ca. 2. Jahrhundert) aus seinem Ratnāvalī (Kostbare Girlande).

Die Vollkommenheit der Weisheit ist in drei Aspekte geteilt. In einem Teil davon
gilt es „nur“ die Leerheit zu erkennen: Die tiefste Realität der Phänome, die sich
auf ein endgültiges Phänomen/Leerheit bezieht. Der andere Teil der Vollkommenheit der Weisheit konzentriert sich auf konventionelle Phänomene (u.a. Ursache und Wirkung, die vier edlen Wahrheiten, die zwölf Glieder des abhängigen Entstehens).
Der dritte Teil der Vollkommenheit der Weisheit handelt davon, wie man Methoden anwendet, die zum Nutzen anderer wirken.

Chöla Birgit: „Leerheit von inhärenter Existenz heißt,
die Phänomene, die existieren, haben etwas NICHT, ein Eigenwesen!
Sie existieren nicht aus sich SELBST heraus und unabhängig
von anderen Faktoren! Sie sind aber voll davon, in Abhängigkeit zu existieren.
Sie erscheinen einem gültigen Bewusstsein nur durch ein
Zusammenspiel von Objekt und Subjekt; und das ist es,
worüber wir in den kommenden Wochenenden sprechen werden.
Es liegt ganz alleine an uns, ob wir die Lehren studieren und praktizieren,
wir haben die hundertprozentige Verantwortung
!“

Die gedankliche Reise ging durch die Texte der großen Gelehrten und Wegbereitern, durch die uns Chöla Birgit voller Elan mit ihren wunderbaren Begründungen und bildhaften Erklärungen (verschiedenfarbige Papiere in einer Plastiktüte = Zuschreibung/Phänomene) führte. So wurden so manche beschwerlichen Stunden, gleichzeitig zu einem freudigen Wochenende!

Zu den Bildern>>