16.+17.September 2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ „Die Vollkommenheit der Geduld“

Das Thema des 4. Lamrim Wochenende lautet: „Die Kunst sich nicht zu ärgern – Die Vollkommenheit der Geduld.”
Unterweisung von Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Unsere verehrte Lehrerin wählte an diesem Wochenende als Hauptgrundlage die
Texte von Lama Tsong Khapa [Lamrim Chen mo] mit den Kommentaren zum 6. Kapitel/ Bodhicharyavatara von Shantideva und weitere Texte von Asanga [Bodhisattvabhumīs] und Candrakīrti [Madhyamakavatara].

Die dritte der „Sechs Vollkommenheiten“, die wir auf dem Weg zur Erleuchtung üben, ist die „Vollkommenheit der Geduld“.
Die erste Art von Geduld ist, nicht ärgerlich zu werden auf die Personen, die uns Schaden zufügen. Die zweite Art der Geduld besteht darin, eigenes Leiden anzunehmen und zu ertragen. Die dritte Art von Geduld ist die Entschlossenheit,
unsere spirituelle Praxis trotz Mühen und Hindernisse nicht aufzugeben.

Geduld ist einer der kraftvollsten Geisteszustände, der uns lehrt, nicht ärgerlich zu werden und in schwierigen Situationen Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Sich intensiv mit den Nachteilen der Wut und den Vorteilen der Geduld zu beschäftigen ist ganz enorm wichtig. Bereits ein kleiner Moment von Geduld bewirkt im Leben
unendlich viel Gutes und Heilsames.
Shantideva gibt uns den Rat: Anstatt die ganze Erde mit Leder zu bedecken, wäre
es angemessen, die Sohlen seiner eigenen Füße in Leder zu hüllen; was bedeutet, dass wir unseren inneren Gegner aufgeben müssen: Unseren Ärger!

Chöla Birgit: „Wenn wir diese Geduld entwickeln, dann wird die Lehre sich nach und nach im eigenen Geist vertiefen, man wird „Feuer und Flamme“ und möchte sich ausschließlich der Lehre widmen. Das bedeutet natürlich eine große „Geduldsarbeit“. Wer die Geduld praktiziert und wer den Ärger überwinden kann, der hat auf diese Weise die Aversion gegen Lebewesen, Leiden und gegen die Praxis überwunden und damit ist das Haupthindernis, Lebewesen nah zu sein, zu helfen, schwierige Praktiken durchzuführen und sich auf dem Weg zur Erleuchtung zu schulen, überwunden!
Nun hat man überhaupt keine Hindernisse mehr bis zur Erleuchtung!

Die Praxis der Geduld hat nur Vorzüge in diesem und in zukünftigen Leben und bis
hin zur Erleuchtung, bringt es uns nur Vorteile und nicht einen einzigen Nachteil!“

2017.09. Weiterstadt Lamrim "die Vollkommenheit der Geduld"

 


20+21. Mai 2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~

Die Vollkommenheit der ethischen Disziplin“

Das Thema des 4. Lamrim Wochenendes lautete: „Schaden vermeiden,
Nutzen bringen – „Die Vollkommenheit der ethischen Disziplin“

Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Das letzte Wochenende vor der Sommerpause handelte von der
zweiten Vollkommenheit, der „Vollkommenheit der ethischen Disziplin.“

Dr. Birgit Schweiberer unterrichtete dazu anhand der Texte von:

Lama Tsong Khapa [Lamrim Chen mo], Asanga [Bodhisattvabhumīs],

Candrakīrti [Madhyamakāvatāra], Nāgārjuna [Kommentar zum
Prajnāpāramitāsūtra] und Atiśa [Lampe auf dem Pfad], sowie Zitate von Śāntideva aus dem
Śikṣasamuccaya.

Die ethische Disziplin ist die zweite der sechs Vollkommenheiten, die der Buddha nach der Vollkommenheit der Großzügigkeit lehrte. Unsere Praxis der Großzügigkeit sollte immer durch eine ethische Lebensführung unterstützt werden.

Sie ist die Wurzel von allem zukünftigen Glück und die Hauptursache für eine Wiedergeburt als Mensch. Denn wenn wir erkennen, welche Nachteile unsere destruktiven Verhaltensweisen beinhalten, beginnen wir zu praktizieren, indem wir die unheilsamen Handlungen aufgeben und über die zahlreichen Vorzüge einer guten ethischen Disziplin nachdenken.

Chöla Birgit Schweiberer: „Die ethische Disziplin ist wie ein Feld, von dem alles entfernt wurde (Steine) und nun kann die Saat aufgehen; somit ist sie die unschätzbare Grundlage für das Anwachsen aller heilsamen Qualitäten.“

Die Praxis der ethischen Disziplin ist die Grundlage für ALLES und wer sie hat, kann darauf vertrauen, dass alle anderen Qualitäten ständig zunehmen werden. Mit Bodhicitta werden nach und nach alle Handlungen eine Ursache für die Erleuchtung und werden uns nach und nach zur Erleuchtung bringen.“

Am Seminarende erhielten wir eine ausführliche Erläuterung über die Regeln des Bodhisattva-Gelübdes mit den 18 Hauptübertretungen und 46 Nebenregeln. Das Nehmen und Einhalten von Gelübden wird als Grundlage und Stütze auf dem buddhistischen Weg praktiziert.

Chöla Birgit machte uns die Vorzüge dieser kostbaren und umfassenden Praxis wiederholt bewusst, denn diese Gelübde zeigen uns, welches Verhalten es zu vermeiden gilt und weisen uns den Weg, der bis zur Erleuchtung führt. Gemeinsam nahmen wir anschließend mit großer Freude die Bodhisattva-Gelübde.

Und wenn es eine körperliche Form besäße, so würde das Verdienst der altruistischen Absichten den ganzen Raum vollständig ausfüllen und noch weit darüber hinaus reichen. Und würde jemand so viele Buddhaländer, die wie Sandkörner im Flusse Ganges sind, mit Juwelen anfüllen, um sie dem Beschützer der Welt, dem Buddha darbringen, so würde dies doch übertroffen werden von jemandem der Gabe hat, die Hände zu falten und seinen Geist der Erleuchtung zuzuneigen. Denn eine solche ist grenzenlos!“
Atiśa [Lampe auf dem Pfad]

2017.05. Weiterstadt Vollkommenheit der ethischen Disziplin


25.+26. März 2017. Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ Die Vollkommenheit der Freigiebigkeit

Das Thema des dritten Lamrim Wochenendes lautete: „Geben ist seliger als Nehmen – die Vollkommenheit der Freigiebigkeit“.
Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Das Wochenende begann mit der Unterweisung der ersten Vollkommenheit, der „Vollkommenheit des Gebens“. Um die beiden Ansammlungen von Verdienst und Weisheit hervorzubringen, brauchen wir eine entsprechende Praxis und diese Praxis
ist enthalten in den sechs Vollkommenheiten.

Sie sind das Gegenmittel wider aller störenden Gefühle und negativen        Geisteshaltungen und beinhalten alles, was wir für ein erfülltes Leben benötigen.
Ein harmonisches und erfülltes Leben braucht Großzügigkeit, eine gute, ethische Disziplin, vor allem Geduld, Tatkraft, Konzentration und auch Weisheit.

Die Unterweisungen über die Vollkommenheit des Gebens wurden von Dr. Birgit Schweiberer u.a. zusammen mit Texten von Lama Tzong Khapa (Lamrim Chenmo),  Asanga’s Bodhisattvabhumi, Vasubandu und Chandrakirti (Madhyamakāvatāra) gelehrt.

Im ersten Vers aus dem Madhyamakāvatāra schreibt Chandrakirti über die Freigiebigkeit von Personen auf der ersten Bodhisattva-Ebene (und gilt als Inspiration, wenn man das Geben sehr ausführlich praktiziert hat):

Sodann wird für ihn die erste Ursache für die vollkommene Erleuchtung,
die Freigebigkeit unübertrefflich.

Sein Eifer darin, selbst sein eigenes Fleisch zu geben,
lässt auf Unvorstellbares schließen“. [1.9.c/d]

 Alles Positive, das wir in diesem Leben erfahren, sind nur Aufhebungen von
Leiden und niemals wahres Glück!  Aber selbst das erlangen wir nicht, ohne Ressourcen und diese Ressourcen kommen von der Großzügigkeit.
Buddhas großes Mitgefühl und große Weisheit erkennt:
Alle Lebewesen wünschen  sich Glück! Und mit diesem Wissen, dass Wohlstand
durch das Geben entsteht, lehrte der Überwinder das Geben zuerst.

Wie durch Freigebigkeit Glück in Samsara erlangt wird:
„All diese Wesen wünschen sich Glück,
doch menschliches Glück entsteht nicht ohne Wohlstand.
Im Wissen, dass Wohlstand durch Geben entsteht,
lehrt der Überwinder das Geben zuerst“. [1.10.]

Unsere verehrte Lehrerin Chöla Birgit brachte uns einen weiteren wichtigen
Aspekt immer wieder nahe:
Freigiebigkeit/Geben ist die Grundlage für Veränderung! Wir teilen gemeinsam,
wir treten in Kontakt, überwinden Distanz und öffnen somit den Weg zu allen Wesen, mit dem Wissen, dass wir miteinander verbunden sind und uns nur eins wünschen: Glück und Zufriedenheit!


11.+12.02.2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ Bodhicitta

Das Thema des 2. Lamrim Wochenendes lautete: „Die Entwicklung einer altruistischen Geisteshaltung – Bodhicitta“.
Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

An diesem Wochenende im Februar sprach unsere verehrte Lehrerin Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime) über den Erleuchtungsgeist ~ Bodhicitta und den unermesslichen Nutzen, den er hervorbringt, weil er zum allergrößten Glück führt. Bodhicitta [„Bodhi“ erleuchtet/erwacht, „citta“ Geist/Herz] ist die Ursache für alles Heilsame und alles Heilsame geht aus den erleuchtenden Aktivitäten der Buddhas hervor.

Um den Erleuchtungsgeist zu entwickeln brauchen wir das große Mitgefühl, das aus dem Wissen entspringt, dass alle Lebewesen in Samsara Leiden erfahren. Mit dieser Erkenntnis streben wie die Befreiung aller fühlenden Wesen an und es entsteht der Wunsch zum Wohle aller Lebewesen die Buddhaschaft zu erlangen. Um das Mitgefühl dann anwenden zu können, brauchen wir auch Weisheit, die die Leerheit von inhärenter Existenz erkennt. Auf dieser Grundlage können wir den Erleuchtungsgeist entwickeln und treten in den Pfad eines Bodhisattvas ein.
Gleichmut/Unvoreingenommenheit, ein Geist der frei ist von Anhaftung (an Freunde), Aversion (gegen Feinde) und Gleichgültigkeit (gegenüber Fremde) ist die wichtigste Voraussetzung, damit wir Bodhicitta entwickeln, und um die Gemeinsamkeit aller Lebewesen zu verdeutlichen. Indifferenz ist der „nahe Feind“ des Gleichmuts.

Am Sonntagmorgen nahmen wir unter der Anleitung von Chöla Birgit gemeinsam die Bodhisattvagelübde [ Shântideva Bodhicaryâvatâra/Kapitel III] mit dem Wunsch unser Interesse an die Praxis stetig weiter zu entwickeln. Möge die Kraft des Mitgefühls schrittweise unsere Selbstsucht überwiegen.

Ein emotional bewegendes und bedeutsames Wochenende ging zu Ende mit den Worten von Chöla Birgit, indem sie Vasubandu zitierte:
„ …… der Erleuchtungsgeist ist wie der Raum, der alles durchdringt und kein Lebewesen ist von Bodhicitta ausgeschlossen. Alle Lebewesen sind darin mit einbezogen. Egal welche Handlungen sie tun, heilsam oder unheilsam, egal in welchen Daseinsbereichen sie existieren, alle Lebewesen sind in Bodhicitta eingeschlossen. Und wenn jemand nicht Angst hat, in dem Moment, indem er diese Erklärung hört,
dann ist diese Person in der Lage den Erleuchtungsgeist zu erzeugen!”
(Vasubandhu, tib.: dbyig gnyen
)

 


14.+15.01.2017 Sutrawochenende ~ Herzsutra ~ im Sternenzauber Weiterstadt

Am ersten Wochenende im neuen Jahr 2017 erhielten wir von unserer Lehrerin
Dr. Birgit Schweiberer (Ehrw. Losang Drime) die Belehrungen zum Herzsutra
(Sutra der höchsten Weisheit).

Das Herzsutra beinhaltet die Essenz der gesamten Prajnaparamita – Literatur und gehört zu den bekanntesten Mahayana-Sutras. Es erläutert, dass unser begrenztes Denken, unsere Gewohnheiten, das Urteilen, Trennen und Benennen von Ansichten uns daran hindert, die wahre Natur der Phänomene als leer zu erkennen. Alle unsere Vorstellungen ruhen auf einer dualistischen und begrenzten Sichtweise.

Der Aspekt der Weisheit (Prajna) wird gewöhnlich in weiblicher Form dargestellt und das Herzsutra somit auch als die Mutter aller Buddhas bezeichnet. Es heißt, dass die Arya der Arhats (Hörer), Arya der Pratyekas (Alleinverwirklicher) und Arya der Bodhisattvas aus der rechten Sicht (Weisheit) geboren wurden.

Das Herzsutra enthüllt den Pfad der Leerheit der endgültigen Natur der Wirklichkeit und hilft dadurch den Wesen, frei zu werden von Leiden und dauerhaftes Glück zu erfahren. Das direkte Sehen der Natur aller Phänomene führt zur endgültigen Befreiung vom Leiden und ist das Tor zu den drei Arten des Erwachens.


10.+11.12.2016 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim 6

10.+11.12.2016 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim 6 ~ die Drei Juwelen der Zuflucht und spirituelle Lehrer
Thema des 6. Lamrim Wochenende: Auf wen kann man sich noch verlassen? –
„Die drei Juwelen der Zuflucht und spirituelle Lehrer.“
Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Ehrw. Losang Drime).

Während des letzten Lamrim Wochenende erklärte uns Chöla Birgit zuerst eingehend: Worin besteht die Zuflucht, warum brauchen wir eine Zuflucht und was bringt uns sicher ins nächste Leben? Die Drei Juwelen: Buddha, Dharma und Sangha! Die zwei Ursachen für die Zuflucht sind 1.Furcht: Die (konstruktive) Furcht vor den Leiden in Samsara, sowie die Unfähigkeit, nicht allen Lebewesen helfen zu können und 2.Vertrauen: das darin besteht, dass wir uns von dieser Furcht befreien können.

Chöla Birgit:“ Es ist niemals negativ die Leiden, sprich: die Realität, korrekt zu betrachten, wie ein Arzt, der sich mit Krankheit beschäftig“. Dazu wird die Analogie verwendet, dass Buddha der Arzt ist, Dharma die Medizin, Sangha die Krankenschwester und wir sind der Patient. Heilung besteht darin, die Medizin einzunehmen, folglich die Methoden zu praktizieren.

Die resultierende Zuflucht sind die drei Juwelen im „eigenen“ Geist und entspricht dem Wunsch den höchsten Dharmakāya eines Buddha zu erlangen und die ursächliche Zuflucht sind die drei Juwelen im Geist „anderer“, die uns führen, bis wir dies erreicht haben. Die eigentliche Zuflucht sind die wahren Pfade und wahren Beendigungen von Leidensursachen im eigenen Geist, das ist der einzig wirkliche Schutz!

Danach folgten weitere gründliche Unterweisungen u.a. über die Qualitäten des Buddha, Dharma und Sangha Juwels, die vier Körper eines Buddhas, sowie die Lehrer – Schüler – Beziehung. Chöla Birgit:“ ..wenn wir uns in ein Neuland begeben, zu einem unbekannten Ziel, dann brauchen wir einen Lehrer, der uns leitet und begleitet und uns inspiriert!

Gemeinsam führten wir die Praxis zur Bereinigung von Karma und Ansammlung von Verdiensten aus, indem wir das Sutra der drei Anhäufungen rezitierten und die Niederwerfungen vor den 35 Bekenntnisbuddhas vollzogen, um Vertrauen und Überzeugung in die spirituelle Praxis stetig zu vertiefen. Die Anrufung ihrer Namen ist eine kraftvolle Methode der Reinigung und hat eine positive Wirkung auf den Geist.

Mit diesem Wochenende ging ein weiteres, wunderbares und bedeutungsvolles Dharma Studienjahr zu Ende und unser großer Dank gilt unserer verehrten Lehrerin
Dr. Birgit Schweiberer. Mit dem inspiriertem Segen der Buddhas erfüllt mögen wir
in uns beständig die Ursachen für Glück im eigenen Geist entwickeln
.

 

 


19.+20.11.2016 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ die 12 Glieder des Abhängigen Entstehens

Das Thema des 5. Lamrim Wochenendes lautete: „die 12 Glieder des Abhängigen Entstehens“ –  Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Ehrw. Losang Drime)

Dr. Birgit Schweiberer(Losang Drime) führte uns ausführlich durch die komplexe Lehre des Buddha über die 12 Glieder des abhängigen Entstehens.

Im Sutra vom Reiskeimling heißt es: Mönche, wer das abhängige Entstehen sieht,sieht den Dharma. Wer den Dharma sieht, der sieht Buddha. Was aber wird „Abhängiges Entstehen“ genannt? Folgendes wird „Abhängiges Entstehen“ genannt: Weil es dieses gibt, entsteht jenes, weil dieses entstanden ist, ist jenes entstanden. (…)”

Diese „Kausalkette“ beschreibt, wie durch Unwissenheit (1) Leiden entsteht und davon jede unserer körperlichen und geistigen Handlung (2) geprägt ist. Diese Unwissenheit ist ein Geisteszustand des Nicht-Wissens und der Verblendung in Bezug auf die letztendliche Bestehensweise aller Phänomene, ihrer Leerheit von inhärenter Existenz.

Handlungen, die von der Unwissenheit motiviert werden, erzeugen ein karmisches Potential, das im Bewusstsein (3) gelagert wird und über den Tod hinaus geht. Jede Handlung hinterlässt sozusagen ein Potential im Geist, das so lange latent bleibt, bis es durch bestimmte Umstände zur Reife gebracht wird.

Unwissenheit, gestaltende Tat und Bewusstsein sind die grundlegende Ursache für eine neue Existenz, genannt: Name und Form (4) den 5 Skandhas (Aggregaten) und für die Sinnesquellen (5), Berührung (6) und Empfindung (7). Alle nun folgenden Erfahrungen werden durch Konzepte beurteilt und erlebt und daraus entsteht ein starkes Verlangen (7). Dieses starke Verlangen bedingt das Ergreifen (9), Ergreifen führt zum Werden (10), dies wiederum führt zu Geburt (11), darauf folgt unausweichlich Alter und Tod (12).
Auf diese Weise schließt sich der Kreislauf, die Glieder des abhängigen Entstehens wirken endlos weiter, bis irgendwann Befreiung vom Kreislauf der leidhaften Existenz erreicht wird.

Wollen wir diese „Kette“ durchbrechen, dann müssen wir das Prinzip von „Ursache und Wirkung“ tief verstehen und uns darin üben, Lebewesen in keinster Weise zu schaden und viel Heilsames anzusammeln. So können wir  nach und nach alle Ursachen für Leid im eigenen Geist beseitigen. Die Weisheit, die die Leerheit von inhärenter Existenz erkennt, ist das Gegenmittel zur Unwissenheit und führt letztendlich aus dem Daseinskreislauf heraus.

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Sutra vom Goldenen Licht am 26./27. 11. 16 im Rigpa Zentrum Fürth

Liebe Freunde des Sutra vom Goldenen Licht, damit Ihr alle gut planen könnt, darf ich Euch jetzt schon darauf hinweisen, dass wir am Wochenende des 26. und 27. November 2016 wieder im Rigpa Zentrum in Fürth unter der Leitung und mit den Unterweisungen unserer verehrten Lehrerin Birgit Schweiberer gemeinsam das Sutra vom Goldenen Licht rezitieren werden.
Schon die Freude über diesen segensreichen Termin ist verdienstvoll, noch viel mehr natürlich die Ausführung. Daher hoffe ich und wünsche Euch, dass Ihr die Teilnahme an diesem wichtigen Wochenende ermöglichen werdet!
Wir alle sind in unserer Praxis und unserem Wirken auf den Segen der Buddhas angewiesen, und diese ganze leidvolle samsarische Welt in ihrem gegenwärtigen Zustand ist es erst recht! … “Jeder, der auch nur versucht, diesen Text zu lesen oder zu verstehen, wird für hundert Milliarden Äonen das Glück und das Wohlergehen von Devas und Menschen erfahren. Diese Menschen werden Ruhm erlangen und vollkommene Ernten und sie werden Buddhaschaft erlangen.” ((Lama Zopa Rinpoche)

Herzliche Grüße, Eure Anna M. Baldauf


Sutrawochenende *Herzsutra* im Sternenzauber

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Am 14.01. und 15.01.2017 findet ein Sutrawochenende *Herzsutra* im Sternenzauber Weiterstadt statt.

 

Das Herzsutra oder Sutra der höchsten Weisheit gehört zu den bekanntesten Mahayana-Sutras und enthüllt den Pfad der Leerheit-der endgültigen Natur der Wirklichkeit. Das direkte Sehen der Natut aller Phänomene führt zur endgültigen Befreiung vom Leiden und ist das Tor zu den drei Arten des Erwachens.