21.+22. Oktober 2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ „Die Vollkommenheit der Einsatzfreude“

Das Thema des 5. Lamrim Wochenendes lautete: „Ohne Fleiß kein Preis –
Die Vollkommenheit der Einsatzfreude.“
Unterweisung von der Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Die „Vollkommenheit der Tatkraft“ ist die erleuchtete Qualität von Vitalität, Entschlossenheit, Durchhaltevermögen, Fleiß, Begeisterung und beständiger Anstrengung. Unsere verehrte Lehrerin Chöla Birgit wählte den Begriff der Einsatzfreude, denn er betont das Prinzip der Freude, und die Freude am
„Heilsamen Tun“ ist eine wichtige Voraussetzung der Tatkraft!
Die Tatkraft sollte für uns keine Mühsal, keine Pflicht und keine Entbehrung sein, sondern eine Freude daran, dass wir an Ursachen arbeiten, die uns selbst und anderen zugutekommen und positive Qualitäten ansammeln.

Zuerst bringen wir beste, positive Motivation hervor: Bodhicitta und denken über die Vor-und Nachteile der Tatkraft nach. Im Mahāyānasūtrālamkāra [Maitreya] heißt es, dass die „Vollkommenheit der Tatkraft“ die höchste aller Tugenden ist, denn durch
sie erlangt man die Buddhaschaft. Die „rüstungsgleiche Einsatzfreude“ besagt, dass
wir uns nicht entmutigen lassen, egal wie viele Äonen es dauern mag. Ein solcher Gedanke hat das Ziel Heilsames anzusammeln und für Lebewesen zu wirken. Dies bedingt, dass wir unendlich viele Verdienste ansammeln!

Die hinderlichen Faktoren sind die drei Arten von Faulheit. Wir verlieren uns in sinnloser, weltlicher Geschäftigkeit, fühlen uns mutlos und schwach, und haben eine übermäßige Tendenz zum Nichtstun, sprich: Bequemlichkeit. Die hinderlichen Faktoren lassen sich beseitigen, indem wir über Unbeständigkeit, Vergänglichkeit und Tod, die niederen Daseinsbereiche und über die kostbare menschliche Geburt nachdenken.
Die vier stützenden Kräfte, die der Faulheit entgegenwirken und die Tatkraft vermehren sind: Motivation und Wunsch, Durchhaltevermögen und Ausdauer, Freude und Begeisterung, sowie Ruhepause und Rückzug.
Auf diesen Grundlagen sind wir entschlossen, die Einsatzfreude zu kultivieren und auf der Basis eines konzentrierten Geistes werden wir in der Lage sein, heilsames Tun auch unter Schwierigkeiten und Mühen fortzusetzten.

Am Sonntag nahmen wir gemeinsam die Bodhisattva-Gelübde. Auf diese Weise können wir Hindernisse aus der Vergangenheit bereinigen, jeden Tag unermesslich viele Verdienste ansammeln und den Erleuchtungsgeist hervorbringen.

Atisha [982-1054 Lampe auf dem Pfad]:
Wenn die positive Kraft von Bodhicitta eine Form besäße,
würde sie den Weltraum vollständig ausfüllen und sogar über ihn hinausgehen.
Selbst wenn jemand die Buddha-Felder, deren Anzahl den Sandkörnern
des Ganges gleicht, mit Juwelen füllen sollte und sie den Beschützern
der Welt darbringen würde, so wäre doch die Gabe von jemandem,
der seine Handflächen aneinanderlegt und seinen Geist auf Bodhicitta ausrichtet, wesentlich selbstloser; diese Gabe wäre endlos.“

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☀️🌈🌸Fünf-Tages-Retreat🌸🌈☀️ “H E I L U N G von K Ö R P E R und G E I S T”

Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer
“H E I L U N G von K Ö R P E R und G E I S T”
5. bis 10. Februar 2018 im Kamalashila-Institut (Eifel)

Heil-Meditationen und Rezitationen, Qi-Gong, Yoga, gemeinsame meditative Spaziergänge in der Natur.

Diese fünf-tägige Praxis-Klausur richtet sich an alle, die buddhistische Praktiken üben möchten, die sich besonders für die VORBEUGUNG und HEILUNG von gesundheitlichen Problemen bewährt haben.

Da nach buddhistischer Auffassung alle Krankheiten auf geistige Ursachen zurückzuführen sind, sollte auch die Heilung von Krankheiten zumindest eine bedeutsame geistige Komponente haben.

Gesundheit ist kostbar und der tägliche Berufs- und Familienstress nehmen mit zunehmendem Alter meist mehr Energie in Anspruch, als wir durch unsere wenige Freizeit wieder auffüllen können. So entstehen Energiemangel, Erschöpfung und Gesundheitsstörungen.

Auch Praktizierende der buddhistischen Lehre brauchen für eine erfolgreiche Praxis einen gesunden Körper und einen gesunden Geist. Vor allem Personen, die in therapeutischen Berufen tätig sind, können in ihrer Arbeit von einer Unterstützung durch spirituelle Methoden sehr profitieren. Sie macht die therapeutische Arbeit wirksamer und gibt dem Therapeuten die Kraft zurück, im therapeutischen Prozess weiterhin mit Freude geben zu können.

Viele buddhistische Praktiken haben sich für den Erhalt und die Wiederherstellung körperlicher Gesundheit besonders wirksam erwiesen, Übungen und Rezitationen des Medizinbuddhas auf der Sutra- und Tantra-Ebene, Praktiken der weißen Tara und des Buddha Amitabha, die Übung von Tong-Len (Geben und Nehmen), Rezitationen des Vajrasattva usw. Sie werden das Hauptthema der Woche unter Leitung von Dr. Birgit Schweiberer werden.

Dazu wird es die Möglichkeit zu täglichen Qi-Gong-Übungen geben, angeleitet von Barbara Kuhnert und einfache Yoga-Übungen, die der Entspannung beim längeren Sitzen in der Meditation gut tun.

🌸Bitte rechtzeitig anmelden. Die Teilnehmerzahl ist – wegen der Räumlichkeiten für Yoga und Qi-Gong auf max. 30 begrenzt🌸

Informationen und Anmeldung >> bei Frau Heike Sartorius
sartorius.power@gmail.com


Kyabje Dagri Rinpoche wird im November 2017 das Aryatara Institut besuchen und über die Drei Hauptaspekte des Weges lehren sowie eine Einweihung in die Grüne Tara geben

Kyabje Dagri Rinpoche in München

 

Wir haben das außerordentliche Glück, dass uns Kyabje Dagri Rinpoche besucht und vom 15. bis 18. November in München lehren wird.
 
Dagri Rinpoche ist ein sehr hoher Lama, der Seiner Heiligkeit Dalai Lama und Lama Zopa Rinpoche sehr nahe steht. Er ist die anerkannte Reinkarnation von einem der sechzehn Arhats aus der Zeit von Buddha Shakyamuni sowie von Serlingpa, dem berühmten Lojong-Meister des 10. Jahrhunderts. Seine vorhergehende Inkarnation stand dem jungen Vierzehnten Dalai Lama nahe und war u.a. Lehrer von Lama Yeshe.

Kyabje Dagri Rinpoche wird über den Lamrim-Text Drei Hauptaspekte des Weges von Lama Tsong Khapa lehren sowie eine Einweihung in die Grüne Tara geben. Vor der Einweihung besteht die Möglichkeit, Zuflucht zu nehmen.
 
Vorläufiger Zeitplan
 
Weitere Informationen über Dagri Rinpoche:
The Inspirational Dagri Rinpoche
Short biodata written by Losang Dragpa Centre, Malaysia
 
Wenn Du an einem oder allen Tagen teilnehmen möchtest, melde Dich bitte per E-mail an: ati@aryatara.de.

Bild: Nagarjuna Valencia


16.+17.September 2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ „Die Vollkommenheit der Geduld“

Das Thema des 4. Lamrim Wochenende lautet: „Die Kunst sich nicht zu ärgern – Die Vollkommenheit der Geduld.”
Unterweisung von Ehrw. Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Unsere verehrte Lehrerin wählte an diesem Wochenende als Hauptgrundlage die
Texte von Lama Tsong Khapa [Lamrim Chen mo] mit den Kommentaren zum 6. Kapitel/ Bodhicharyavatara von Shantideva und weitere Texte von Asanga [Bodhisattvabhumīs] und Candrakīrti [Madhyamakavatara].

Die dritte der „Sechs Vollkommenheiten“, die wir auf dem Weg zur Erleuchtung üben, ist die „Vollkommenheit der Geduld“.
Die erste Art von Geduld ist, nicht ärgerlich zu werden auf die Personen, die uns Schaden zufügen. Die zweite Art der Geduld besteht darin, eigenes Leiden anzunehmen und zu ertragen. Die dritte Art von Geduld ist die Entschlossenheit,
unsere spirituelle Praxis trotz Mühen und Hindernisse nicht aufzugeben.

Geduld ist einer der kraftvollsten Geisteszustände, der uns lehrt, nicht ärgerlich zu werden und in schwierigen Situationen Ruhe und Besonnenheit zu bewahren. Sich intensiv mit den Nachteilen der Wut und den Vorteilen der Geduld zu beschäftigen ist ganz enorm wichtig. Bereits ein kleiner Moment von Geduld bewirkt im Leben
unendlich viel Gutes und Heilsames.
Shantideva gibt uns den Rat: Anstatt die ganze Erde mit Leder zu bedecken, wäre
es angemessen, die Sohlen seiner eigenen Füße in Leder zu hüllen; was bedeutet, dass wir unseren inneren Gegner aufgeben müssen: Unseren Ärger!

Chöla Birgit: „Wenn wir diese Geduld entwickeln, dann wird die Lehre sich nach und nach im eigenen Geist vertiefen, man wird „Feuer und Flamme“ und möchte sich ausschließlich der Lehre widmen. Das bedeutet natürlich eine große „Geduldsarbeit“. Wer die Geduld praktiziert und wer den Ärger überwinden kann, der hat auf diese Weise die Aversion gegen Lebewesen, Leiden und gegen die Praxis überwunden und damit ist das Haupthindernis, Lebewesen nah zu sein, zu helfen, schwierige Praktiken durchzuführen und sich auf dem Weg zur Erleuchtung zu schulen, überwunden!
Nun hat man überhaupt keine Hindernisse mehr bis zur Erleuchtung!

Die Praxis der Geduld hat nur Vorzüge in diesem und in zukünftigen Leben und bis
hin zur Erleuchtung, bringt es uns nur Vorteile und nicht einen einzigen Nachteil!“

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20+21. Mai 2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~

Die Vollkommenheit der ethischen Disziplin“

Das Thema des 4. Lamrim Wochenendes lautete: „Schaden vermeiden,
Nutzen bringen – „Die Vollkommenheit der ethischen Disziplin“

Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Das letzte Wochenende vor der Sommerpause handelte von der
zweiten Vollkommenheit, der „Vollkommenheit der ethischen Disziplin.“

Dr. Birgit Schweiberer unterrichtete dazu anhand der Texte von:

Lama Tsong Khapa [Lamrim Chen mo], Asanga [Bodhisattvabhumīs],

Candrakīrti [Madhyamakāvatāra], Nāgārjuna [Kommentar zum
Prajnāpāramitāsūtra] und Atiśa [Lampe auf dem Pfad], sowie Zitate von Śāntideva aus dem
Śikṣasamuccaya.

Die ethische Disziplin ist die zweite der sechs Vollkommenheiten, die der Buddha nach der Vollkommenheit der Großzügigkeit lehrte. Unsere Praxis der Großzügigkeit sollte immer durch eine ethische Lebensführung unterstützt werden.

Sie ist die Wurzel von allem zukünftigen Glück und die Hauptursache für eine Wiedergeburt als Mensch. Denn wenn wir erkennen, welche Nachteile unsere destruktiven Verhaltensweisen beinhalten, beginnen wir zu praktizieren, indem wir die unheilsamen Handlungen aufgeben und über die zahlreichen Vorzüge einer guten ethischen Disziplin nachdenken.

Chöla Birgit Schweiberer: „Die ethische Disziplin ist wie ein Feld, von dem alles entfernt wurde (Steine) und nun kann die Saat aufgehen; somit ist sie die unschätzbare Grundlage für das Anwachsen aller heilsamen Qualitäten.“

Die Praxis der ethischen Disziplin ist die Grundlage für ALLES und wer sie hat, kann darauf vertrauen, dass alle anderen Qualitäten ständig zunehmen werden. Mit Bodhicitta werden nach und nach alle Handlungen eine Ursache für die Erleuchtung und werden uns nach und nach zur Erleuchtung bringen.“

Am Seminarende erhielten wir eine ausführliche Erläuterung über die Regeln des Bodhisattva-Gelübdes mit den 18 Hauptübertretungen und 46 Nebenregeln. Das Nehmen und Einhalten von Gelübden wird als Grundlage und Stütze auf dem buddhistischen Weg praktiziert.

Chöla Birgit machte uns die Vorzüge dieser kostbaren und umfassenden Praxis wiederholt bewusst, denn diese Gelübde zeigen uns, welches Verhalten es zu vermeiden gilt und weisen uns den Weg, der bis zur Erleuchtung führt. Gemeinsam nahmen wir anschließend mit großer Freude die Bodhisattva-Gelübde.

Und wenn es eine körperliche Form besäße, so würde das Verdienst der altruistischen Absichten den ganzen Raum vollständig ausfüllen und noch weit darüber hinaus reichen. Und würde jemand so viele Buddhaländer, die wie Sandkörner im Flusse Ganges sind, mit Juwelen anfüllen, um sie dem Beschützer der Welt, dem Buddha darbringen, so würde dies doch übertroffen werden von jemandem der Gabe hat, die Hände zu falten und seinen Geist der Erleuchtung zuzuneigen. Denn eine solche ist grenzenlos!“
Atiśa [Lampe auf dem Pfad]

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25.+26. März 2017. Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ Die Vollkommenheit der Freigiebigkeit

Das Thema des dritten Lamrim Wochenendes lautete: „Geben ist seliger als Nehmen – die Vollkommenheit der Freigiebigkeit“.
Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

Das Wochenende begann mit der Unterweisung der ersten Vollkommenheit, der „Vollkommenheit des Gebens“. Um die beiden Ansammlungen von Verdienst und Weisheit hervorzubringen, brauchen wir eine entsprechende Praxis und diese Praxis
ist enthalten in den sechs Vollkommenheiten.

Sie sind das Gegenmittel wider aller störenden Gefühle und negativen        Geisteshaltungen und beinhalten alles, was wir für ein erfülltes Leben benötigen.
Ein harmonisches und erfülltes Leben braucht Großzügigkeit, eine gute, ethische Disziplin, vor allem Geduld, Tatkraft, Konzentration und auch Weisheit.

Die Unterweisungen über die Vollkommenheit des Gebens wurden von Dr. Birgit Schweiberer u.a. zusammen mit Texten von Lama Tzong Khapa (Lamrim Chenmo),  Asanga’s Bodhisattvabhumi, Vasubandu und Chandrakirti (Madhyamakāvatāra) gelehrt.

Im ersten Vers aus dem Madhyamakāvatāra schreibt Chandrakirti über die Freigiebigkeit von Personen auf der ersten Bodhisattva-Ebene (und gilt als Inspiration, wenn man das Geben sehr ausführlich praktiziert hat):

Sodann wird für ihn die erste Ursache für die vollkommene Erleuchtung,
die Freigebigkeit unübertrefflich.

Sein Eifer darin, selbst sein eigenes Fleisch zu geben,
lässt auf Unvorstellbares schließen“. [1.9.c/d]

 Alles Positive, das wir in diesem Leben erfahren, sind nur Aufhebungen von
Leiden und niemals wahres Glück!  Aber selbst das erlangen wir nicht, ohne Ressourcen und diese Ressourcen kommen von der Großzügigkeit.
Buddhas großes Mitgefühl und große Weisheit erkennt:
Alle Lebewesen wünschen  sich Glück! Und mit diesem Wissen, dass Wohlstand
durch das Geben entsteht, lehrte der Überwinder das Geben zuerst.

Wie durch Freigebigkeit Glück in Samsara erlangt wird:
„All diese Wesen wünschen sich Glück,
doch menschliches Glück entsteht nicht ohne Wohlstand.
Im Wissen, dass Wohlstand durch Geben entsteht,
lehrt der Überwinder das Geben zuerst“. [1.10.]

Unsere verehrte Lehrerin Chöla Birgit brachte uns einen weiteren wichtigen
Aspekt immer wieder nahe:
Freigiebigkeit/Geben ist die Grundlage für Veränderung! Wir teilen gemeinsam,
wir treten in Kontakt, überwinden Distanz und öffnen somit den Weg zu allen Wesen, mit dem Wissen, dass wir miteinander verbunden sind und uns nur eins wünschen: Glück und Zufriedenheit!


11.+12.02.2017 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim ~ Bodhicitta

Das Thema des 2. Lamrim Wochenendes lautete: „Die Entwicklung einer altruistischen Geisteshaltung – Bodhicitta“.
Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime)

An diesem Wochenende im Februar sprach unsere verehrte Lehrerin Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime) über den Erleuchtungsgeist ~ Bodhicitta und den unermesslichen Nutzen, den er hervorbringt, weil er zum allergrößten Glück führt. Bodhicitta [„Bodhi“ erleuchtet/erwacht, „citta“ Geist/Herz] ist die Ursache für alles Heilsame und alles Heilsame geht aus den erleuchtenden Aktivitäten der Buddhas hervor.

Um den Erleuchtungsgeist zu entwickeln brauchen wir das große Mitgefühl, das aus dem Wissen entspringt, dass alle Lebewesen in Samsara Leiden erfahren. Mit dieser Erkenntnis streben wie die Befreiung aller fühlenden Wesen an und es entsteht der Wunsch zum Wohle aller Lebewesen die Buddhaschaft zu erlangen. Um das Mitgefühl dann anwenden zu können, brauchen wir auch Weisheit, die die Leerheit von inhärenter Existenz erkennt. Auf dieser Grundlage können wir den Erleuchtungsgeist entwickeln und treten in den Pfad eines Bodhisattvas ein.
Gleichmut/Unvoreingenommenheit, ein Geist der frei ist von Anhaftung (an Freunde), Aversion (gegen Feinde) und Gleichgültigkeit (gegenüber Fremde) ist die wichtigste Voraussetzung, damit wir Bodhicitta entwickeln, und um die Gemeinsamkeit aller Lebewesen zu verdeutlichen. Indifferenz ist der „nahe Feind“ des Gleichmuts.

Am Sonntagmorgen nahmen wir unter der Anleitung von Chöla Birgit gemeinsam die Bodhisattvagelübde [ Shântideva Bodhicaryâvatâra/Kapitel III] mit dem Wunsch unser Interesse an die Praxis stetig weiter zu entwickeln. Möge die Kraft des Mitgefühls schrittweise unsere Selbstsucht überwiegen.

Ein emotional bewegendes und bedeutsames Wochenende ging zu Ende mit den Worten von Chöla Birgit, indem sie Vasubandu zitierte:
„ …… der Erleuchtungsgeist ist wie der Raum, der alles durchdringt und kein Lebewesen ist von Bodhicitta ausgeschlossen. Alle Lebewesen sind darin mit einbezogen. Egal welche Handlungen sie tun, heilsam oder unheilsam, egal in welchen Daseinsbereichen sie existieren, alle Lebewesen sind in Bodhicitta eingeschlossen. Und wenn jemand nicht Angst hat, in dem Moment, indem er diese Erklärung hört,
dann ist diese Person in der Lage den Erleuchtungsgeist zu erzeugen!”
(Vasubandhu, tib.: dbyig gnyen
)

 

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14.+15.01.2017 Sutrawochenende ~ Herzsutra ~ im Sternenzauber Weiterstadt

Am ersten Wochenende im neuen Jahr 2017 erhielten wir von unserer Lehrerin
Dr. Birgit Schweiberer (Ehrw. Losang Drime) die Belehrungen zum Herzsutra
(Sutra der höchsten Weisheit).

Das Herzsutra beinhaltet die Essenz der gesamten Prajnaparamita – Literatur und gehört zu den bekanntesten Mahayana-Sutras. Es erläutert, dass unser begrenztes Denken, unsere Gewohnheiten, das Urteilen, Trennen und Benennen von Ansichten uns daran hindert, die wahre Natur der Phänomene als leer zu erkennen. Alle unsere Vorstellungen ruhen auf einer dualistischen und begrenzten Sichtweise.

Der Aspekt der Weisheit (Prajna) wird gewöhnlich in weiblicher Form dargestellt und das Herzsutra somit auch als die Mutter aller Buddhas bezeichnet. Es heißt, dass die Arya der Arhats (Hörer), Arya der Pratyekas (Alleinverwirklicher) und Arya der Bodhisattvas aus der rechten Sicht (Weisheit) geboren wurden.

Das Herzsutra enthüllt den Pfad der Leerheit der endgültigen Natur der Wirklichkeit und hilft dadurch den Wesen, frei zu werden von Leiden und dauerhaftes Glück zu erfahren. Das direkte Sehen der Natur aller Phänomene führt zur endgültigen Befreiung vom Leiden und ist das Tor zu den drei Arten des Erwachens.

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10.+11.12.2016 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim 6

10.+11.12.2016 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim 6 ~ die Drei Juwelen der Zuflucht und spirituelle Lehrer
Thema des 6. Lamrim Wochenende: Auf wen kann man sich noch verlassen? –
„Die drei Juwelen der Zuflucht und spirituelle Lehrer.“
Unterweisung von Dr. Birgit Schweiberer (Ehrw. Losang Drime).

Während des letzten Lamrim Wochenende erklärte uns Chöla Birgit zuerst eingehend: Worin besteht die Zuflucht, warum brauchen wir eine Zuflucht und was bringt uns sicher ins nächste Leben? Die Drei Juwelen: Buddha, Dharma und Sangha! Die zwei Ursachen für die Zuflucht sind 1.Furcht: Die (konstruktive) Furcht vor den Leiden in Samsara, sowie die Unfähigkeit, nicht allen Lebewesen helfen zu können und 2.Vertrauen: das darin besteht, dass wir uns von dieser Furcht befreien können.

Chöla Birgit:“ Es ist niemals negativ die Leiden, sprich: die Realität, korrekt zu betrachten, wie ein Arzt, der sich mit Krankheit beschäftig“. Dazu wird die Analogie verwendet, dass Buddha der Arzt ist, Dharma die Medizin, Sangha die Krankenschwester und wir sind der Patient. Heilung besteht darin, die Medizin einzunehmen, folglich die Methoden zu praktizieren.

Die resultierende Zuflucht sind die drei Juwelen im „eigenen“ Geist und entspricht dem Wunsch den höchsten Dharmakāya eines Buddha zu erlangen und die ursächliche Zuflucht sind die drei Juwelen im Geist „anderer“, die uns führen, bis wir dies erreicht haben. Die eigentliche Zuflucht sind die wahren Pfade und wahren Beendigungen von Leidensursachen im eigenen Geist, das ist der einzig wirkliche Schutz!

Danach folgten weitere gründliche Unterweisungen u.a. über die Qualitäten des Buddha, Dharma und Sangha Juwels, die vier Körper eines Buddhas, sowie die Lehrer – Schüler – Beziehung. Chöla Birgit:“ ..wenn wir uns in ein Neuland begeben, zu einem unbekannten Ziel, dann brauchen wir einen Lehrer, der uns leitet und begleitet und uns inspiriert!

Gemeinsam führten wir die Praxis zur Bereinigung von Karma und Ansammlung von Verdiensten aus, indem wir das Sutra der drei Anhäufungen rezitierten und die Niederwerfungen vor den 35 Bekenntnisbuddhas vollzogen, um Vertrauen und Überzeugung in die spirituelle Praxis stetig zu vertiefen. Die Anrufung ihrer Namen ist eine kraftvolle Methode der Reinigung und hat eine positive Wirkung auf den Geist.

Mit diesem Wochenende ging ein weiteres, wunderbares und bedeutungsvolles Dharma Studienjahr zu Ende und unser großer Dank gilt unserer verehrten Lehrerin
Dr. Birgit Schweiberer. Mit dem inspiriertem Segen der Buddhas erfüllt mögen wir
in uns beständig die Ursachen für Glück im eigenen Geist entwickeln
.