15.+16.10.2016 Weiterstadt – Studienprogramm Lamrim “Verantwortung für die eigenen Handlungen (Karma)”

Das Thema des 4. Lamrim Wochenendes lautete: „Des eigenen Glückes Schmied – Verantwortung für die eigenen Handlungen (Karma)“.

Im ersten Studienwochenende nach der Sommerpause bekamen wir von unserer verehrten Lehrerin Dr. Birgit Schweiberer (Losang Drime) die ausführlichen Unterweisungen über Karma (Handlungen) anhand des Lam Rim Chenmo des Tibetischen Gelehrten Lama Tzong Khapa und dem Abhidharmakosha von Vasubandhu, einem der großen Metaphysiker der Buddhistischen Nalanda-Tradition.

Karma (Sanskrit) bedeutet „Handeln, Wirken, Schaffen” und bezieht sich auf alle Arten von absichtsvollen und bewussten Handeln. Handlungen werden getan und kein Lebewesen kann sich sein Karma aussuchen. Alles beruht auf dem Prinzip von Ursache & Wirkung, dem Gesetzt der Kausalität!

Nichtheilsame Handlungen führen zu Leid.
Heilsame Handlungen führen zu Glück!

Nichtheilsame Handlungen treten zu allererst in unserem Geist auf und wenn wir daran festhalten erleben wir Unwissenheit, Hass und Begierde. Das Ausleben dieser Gefühle durch die zehn unheilsamen Handlungen hat schließlich zur Folge, dass wir Leiden im Daseinskreislauf erfahren. Heilsame Handlungen auszuüben bedeutet, wir geben das Anhaften an alle möglichen und schädlichen Gedanken auf, führen die zehn heilsamen Handlungen aus. Dies trägt zur Ansammlung von Verdiensten bei und ist die treibende Kraft im Aufgeben der Selbstsucht.

Reift Karma, dann sollten wir nicht denken, man kann nicht mehr in das Geschehen einwirken. Das Prinzip von Karma ist nicht feststehend, nicht unveränderlich und alles was geschieht, ist uns nicht von „außen“ auferlegt worden. Das ist die gute Nachricht! Wir können Einfluss auf unser Karma nehmen. Verstehen wir das Gesetz von Ursache und Wirkung, dann erkennen wir folglich, wie wir Leid und Glück erfahren und sind imstande, uns daraus zu befreien.